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Mediation / außergerichtliche Konfliktbereinigung

"Mediation" ist in aller Munde. Doch leider wird Mediation in Deutschland noch wenig praktiziert, obwohl sie ein sinnvoller Weg zu einer fairen Konfliktlösung sein kann.

Für Rechtsanwälte bedeutet Mediation ein Umdenken, weg von einem Denken in Ansprüchen, einseitiger Interessenwahrnehmung, Konfliktlösung als Gesetzessubsumtion, weg von einem entweder - oder, hin zu einem sowohl - als auch und zu einer auf Interessenausgleich bedachten Vermittlung zwischen Konfliktparteien.

Auch für die streitenden Parteien bedeutet Mediation eine andere Form der Auseinandersetzung. Beauftragen sie einen Rechtsanwalt, so übergeben sie ihm und dem Gericht den Entscheidungsprozeß und damit auch die Konfliktlösung. Gelöst wird in der Regel aber nur der rechtlich fassbare Teil eines Konflikts, gleichsam dessen Symptom, nicht aber die Ursache des Konflikts. Dabei geben die Parteien ihre Handlungsmöglichkeiten an den Anwalt weiter: "Ich habe die Angelegenheit einem Rechtsanwalt übergeben. Der regelt das für mich!"

Lassen sich die Konfliktparteien auf eine Mediation ein, so müssen sie selber die eigenen Interessen erkennen und vertreten und die Interessen der anderen Seite hinnehmen, um dann gemeinsam eine allen Seiten gerecht werdende faire Lösung zu erarbeiten. Der Mediator ist neutraler Dritter. Er vermittelt zwischen den Parteien und fördert den Prozeß der Einigung.

Das Ergebnis sollte dann nicht eine Streitentscheidung, sondern eine Streitlösung sein.

Die Fränkische Gesellschaft für Erbrecht e. V. hat eine
Liste von Rechtsanwälten und Rechtsanwältinnen
erstellt, die Mediation im Erbrecht praktizieren.