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01.03.2006 Zehn Billionen Euro richtig vererben
04.05.2004 Richtiges Vererben will gelernt sein
Ausgabe 4 Februar 2002 Thema ERBRECHT
06.04.2000 Gernerationengespräch löst Probleme
30.03.2000 Rechtzeitig sichern: Firmennachfolge
10.11.1999 Rat und Tat im Erbfall
 

Presseveröffentlichungen

Coburger Tageblatt am Donnerstag, 1. März 2005
 
 
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Coburger Tageblatt am Dienstag, 4. Mai 2004

Richtiges Vererben will gelernt sein

Erbrechtstage informierten über rechtliche Vorgaben / Höhe der Steuer hängt vom Verwandtschaftsgrad ab


Coburg Beim Geld hört die Freundschaft auf. Diese leidvolle Erfahrung haben schon häufig Geschwister und andere Verwandte machen müssen, al
s es um das Erben ging. Fehlende oder nicht eindeutige Testamente erschwerten die Lage zusätzlich. Bei den dritten Erbrechtstagen in den Räumen der Vereinigten Coburger Sparkassen (VCS) bauten fachkundige Referenten Informationsdefizite ab und gaben Ratschläge.
Nach Angaben des Coburger Notars Dr. Jürgen Müller beschäftigt sich nur rund ein Drittel der deutschen Bevölkerung mit einem Testament. Der Anteil ist für ihn zu gering. "Es gibt keinen günstigen Zeitpunkt, den Nachlass zu regeln, der Tod ist nicht voraussehbar." Unkenntnis über Vorgaben des Erbrechts sei weit verbreitet.
"Es gibt eine gesetzliche Erbfolge, die klar die Verteilung regelt, wenn kein Testament vorliegt oder etwas unklar bleibt." Beispiel: Stirbt de Ehemann, erbt seine Partnerin nicht allein, falls Kinder vorhanden sind. Sie erhält 50 Prozent, die andere Hälfte müssen sich Töchter oder Söhne teilen.
"Wem die gesetzliche Regelung nicht passt, der hat die Möglichkeit, sie mait einem Testament oder einem Erbvertrag zu verändern." Im Unterschied zum Testament dürfen beim Erbvertrag auch Dritte unterschreiben. Als Sonderform für Ehegatten, seit kurzem auch für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften, gibt es das gemeinschaftliche Testament. Dr. Müller wies aber darauf hin, dass ein Widerruf der Unterschrift nicht möglich sein. "Nach dem Tod eines Ehepartners kann der länger Lebende später seinen Teil der Vereinbarungen nicht mehr verändern." Er verliere mit Abschluss des gemeinschaftlichen Testaments seine Testierfähigkeit.
Der Notar stellte klar: "Ein Testament muss schriftlich abgefasst werden." Das Datum dürfte nicht fehlen. Es sein von Bedeutung, wenn mehrere letzte Verfügungen vorliegen. Eine zusätzliche Sicherheit sei, wenn der Verfasser das Testament bei einem Notar hinterlegt. "Aber selbst dann kann er später nein neues Testament schreiben", Dr. Jürgen Müller riet, nicht zu viel Einzelheiten in ein Testament zu schreiben. "Es ist oft schwierig zu regeln, wenn der Vererbende genau festlegen will, wer etwas bekommt." Die Erfahrung zeige, dass dabei immer etwas auf der Strecke bleibe. "Streit ist dann absehbar".
Rechtsanwalt Peter Lesch ist Vorsitzender der in Coburg ansässigen Fränkischen Gesellschaft für Erbrecht, die für die Erbrechtstage verantwortlich zeichnete. Er sprach über die Möglichkeiten und Tücken des Pflichtteilsrechts beim Erben. an Hand von Fällen aus der Praxis machte er deutlich, was zur Erbmasse gehört und welche Anteile das Gesetz vorsieht. Im Einzelfall sei es für den Laien ohne rechtlichen Beistand oft schwer, die Verteilung auf die Erben zu durchschauen.
Andreas Barkey, Finanzwirt und Steuerberater, setzte sich mit steuerlichen Bedingungen beim Erben auseinander. Die Höhe der Erbschaftssteuer hängt vom Grad der Verwandtschaft zum Verstorbenen ab. "Je näher die Verwandtschaft ist, um so niedriger ist die Steuerklasse und um so höher der Freibetrag."
Grundvermögen habe gegenüber Geldvermögen einen Vorteil: Der Fiskus nehme zum Beispiel bei Grundstücken nur 60 Prozent des wirklichen Wertes an, beim Geld dagegen 100 Prozent. Wenn ein Verstorbener Betriebsvermögen vererbt, gewähre das Finanzamt einen zusätzlichen Freibetrag.

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Coburger Seniorenmagazin: MAURITIUS
Ausgabe 4 Februar 2002



 

 

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Coburger Tageblatt am Donnerstag, 6. April 2000

Gernerationengespräch löst Probleme
Umfangreiche Themenbewältigung bei 1. Coburger Erbrechtstagen der Fränkischen Gesellschaft für Erbrecht COBURG.

Das Erbrecht ist kompliziert. Wie kompliziert, das machte Peter Lesch, Vorsitzender der Fränkischen Gesellschaft für Erbrecht (Sitz: Coburg) bei einer Veranstaltung im vollbesetzten Saal des Hotels "Goldene Traube" deutlich.

Die Gesellschaft wurde vor rund einem Jahr gegründet. Mitglieder können Rechtsanwälte werden, die bei einem deutschen Gericht seit mindestens drei Jahren zugelassen sind. Zur Zeit plant die Organisation in sämtlichen größeren Städten Frankens Erbrechtstage. Der erste fand in Coburg in Zusammenarbeit mit der Coburger Bank statt. Das Thema hieß "Sinnvolle Vermögens- und Unternehmensnachfolge".
Lesch hatte einen weten Bogen gespannt. Ganz dringend riet er, dass Kinder und Eltern ein sogenanntes Generationengespräch führen sollten. Im Mittelpunkt sollte das Interesse der Eltern nach Sicherheit Liquidität und Versorgung stehen. In der Regel, so Lesch, täten sich Kinder schwer, sich anzubieten, nötogenfalls durch eigenen Beitrag für Liquidität und Versorgung der Eltern zu sorgen.
Aus einem offenen und ehrlich geführten Gespräch erwachse erstmals ein Verständnis bei den Kiindern für die Schwierigkeit einer Gestaltung der Erbregelung aus der Sicht der Eltern.
Ein schwieriges Thema ist auch die Erbeinsetzung, bei der leicht Fehler gemacht werden können. "Zum Nachfolger meines Betriebes bestimme ich einen meiner Söhne. Meine Ehefrau soll festlegen, ob Hans oder Max Nachfolger wird." Solche Testamente bekommt Peter Lesch nach eigenen Aussagen öfter vorgelegt. "diese Regelung ist unwirksam", stellte er unmissverständlich fest. Gültig hingegen wäre die Aussage "Zum Nachfolger meines Betrieben bestimme ich einen meiner Söhne (Hans oder Max). Derjenige soll Nachfolger werden, der bei der Ausbildung zum Meister mit dem besten Ergebnis ageschnitten hat."
Manchem Besucher schwirrte der Kopf, als er von Vor- und Nacherbschaft, Ersatznacherbenbestimmung, Vor- und Nacherbschaft bei Personengesellschaften, Vermächtnis, Auflage, Teilungsanordnung und vielem mehr hörte.
Die Erbrechtstage werden an den beiden Montagen, 10. und 17. April, jeweils ab 19 Uhr im Hotel "Goldene Traube" fortgesetzt. Am 10. April spricht der Coburger Finanzamtsdirektor Hans Beyer über "Steuergünstig Verschenken und Vererben" und am 17. April der 2. Vorsitzende der Gesellschaft für Erbrecht, Rechtsanwalt Paul Hubmann (Herzogenaurach), über "Erbfall- was nun?".

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Coburger Tageblatt am Donnerstag, 30. März 2000

Rechtzeitig sichern: Firmennachfolge
COBURG.
Die frühe und umfassende Planung der Unternehmensnachfolge wie auch Vermögensübertragung im privaten Bereich sind Garant einer generationsüberdauernden Vermögenssicherung. Wie dies zu bewerkstelligen ist, wird der Coburger Rechtsanwalt und Diplom-Kaufmann Peter Lesch am Montag, 3. April, ab 19 Uhr im Hotel "Goldene Traube", Viktoriabrunnen 2, erläutern. Lesch ist Mitbegründer und Vorsitzender der vor fast einem Jahr gegründeten "Fränkischen Gesellschaft für Erbrecht". Mit den 1. Coburger Erbrechtstagen, die zusammen mit der Coburger Bank veranstaltet werden, trit der Verein erstmals an die Öffentlichkeit. Weitere Voträge sind für die Montage 10. und 17. April, geplant, ebenfalls jeweils ab 19 Uhr im Hotel "Goldene Traube". Am 10 April spricht der Direktor des Finanzamtes Coburg, Hans Beyer, über "Steuergünstig Verschenken und Vererben" und am 17. April Leschs Vertreter, der Herzogenauracher Rechtsanwalt Paul Hubmann, über "Erbfall - was nun?" Zu allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei.

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Coburger Tageblatt am Mittwoch, 10. November 1999:

Rat und Tat im Erbfall
COBURG. Die Zahl der Erbfälle steigt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in den kommenden Jahren ebenso rasch wie das Volumen der vererbten Vermögen. Einen neue Gesellschaft will für Informationen sorgen.
Die Fränkische Gesellschaft für Erbrecht hat ihren Sitz in Coburg. Sie hat sich zum Ziel gemacht, die interessierte Bevölkerung über sinnvolle Vermögensübertragung zu informieren. So soll negativen Folgen des Generationswechsels vorgebeugt werden, die bis hin zu Unternehmens- zusammenbrüchen reichen können. Vorsitzender des Vereins ist Rechtsanwalt und Diplomkaufmann Peter Lesch (Coburg), stellvertretender Vorsitzender Rechtsanwalt Paul Hubmann (Herzogenaurach). Für das kommende Jahr sind eine Reihe von Info-Veranstaltungen geplant.

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